Was macht Kinder glücklich?

Zum Weltkindertag 2013 wurden 1000 Kinder im Alter zwischen 4 und 14 Jahren danach befragt, was sie glücklich macht.
Die Ergebnisse dieser repräsentativen Studie, in Auftrag gegeben von der Marke “kinder” (“Ferrero”) liegen nun vor.

Um es vorweg zu nehmen: Die Mehrheit der in Deutschland lebenden Kinder bezeichnet sich selbst als glücklich!

Die Teilnehmenden wurden u.a. betreffend Lebenswelt und -glück, Zufriedenheit, Ängsten, Träumen und Dingen die “am meisten nerven” befragt. Die meisten Kinder gaben an, dass sie keine großen Ängste haben.vorstheim.net Wenn sie sich sorgen, dann meist um das direkte soziale Umfeld (z.B. Eltern).
Für ein glückliches Leben sind für die Kinder die Familie und ihre Freunde sehr wichtig. Materielle Dinge hingegen belegen nur den dritten Platz.

Aus allen gegebenen Antworten der Kinder wurde schließlich ein “Glücksindex” abgeleitet.
In sechs kurzen, auf den Punkt gebrachten Aussagen stellt er die Bedürfnisse von Kinder dar und bringt zugleich zum Ausdruck, welche Vorraussetzungen nötig sind, um die Kindheit erfolgreich und glücklich zu erleben:

1. Kinder brauchen Freiräume & Reservate, in denen sie sich ausprobieren, beweisen oder auch einfach nur erholen können – denn Kindsein ist harte Arbeit.

2. Kinder brauchen Geborgenheit – denn aus dieser Geborgenheit wächst der Mut, Dinge auszuprobieren, Herausforderungen anzunehmen und – letztlich – erwachsen zu werden.

3. Kinder brauchen Regeln – egal ob streng oder lässig, aber sie müssen nachvollziehbar sein und eingehalten werden.

4. Kinder brauchen Zukunft – es kann nicht gelingen, Kinder unter der Käseglocke zu halten und vor allem Bösen abzuschirmen, aber die Kinder müssen die Zuversicht gewinnen, dass alles gut wird.

5. Kinder brauchen Freunde – zwar eigentlich noch nicht so dringend in der Kindheit, aber wer in jungen Jahren nicht die Konventionen der Freundschaft erlernt, wird Probleme haben, wenn die Freunde in der Jugend dann wirklich wichtig werden.

6. Kinder brauchen materielle Sicherheit – es braucht keine Reichtümer, aber ein solides wirtschaftliches Fundament, um den Kindern die Freiräume und Chancen zu bieten, die sie verdienen.

 Die weiteren Ergebnisse der im Auftrag der Marke “kinder” von “iconkids & youth international research” durchgeführten Studie lassen folgende zentrale Aussagen im Mittelpunkt stehen:

Der Top-Glücksfaktor aus Kindersicht: Familie und Freunde vor Spielzeug
Kinder setzen klare Prioritäten bei der Frage, was sie wirklich glücklich und zufrieden macht. Auch wenn sie materielle Dinge durchaus zu schätzen wissen, ist die Geborgenheit in der eigenen Familie die zentrale Glücksquelle, dicht gefolgt von den Freunden – bei Kindern im Alter zwischen 10 und 12 Jahren ist es genau umgekehrt. Spielzeug steht erst an dritter Stelle bei den Glücksfaktoren. Weit abgeschlagen im Glücksranking finden sich elektronische Geräte wie Handys oder Computerspiele.

vorstheim.netKlarer Unterschied: Jungs brauchen Sport, Mädchen ihr Haustier
Für 17 Prozent der Jungs steht Sport ganz oben auf der Liste jener Aktivitäten, die sie glücklich macht. Sich am Nachmittag im Sportverein austoben ist für Jungs ein Muss. Für 17 Prozent der Mädchen hingegen steht Spielen mit dem Haustier im Vordergrund der beliebtesten Freizeitaktivitäten.

Kinder meinen: „Schule belastet“ und „Kranksein ist doof“
Gefragt nach der Benotung des eigenen Glücks vergaben fast alle Kinder die Note 1 oder 2. Diejenigen Kinder, die sich selbst nicht als besonders glücklich eingestuft haben, fühlen sich vor allem durch die Schule belastet. Kranksein zählt für Kinder zu den nervigsten Momenten im Leben, dicht gefolgt von lästigen Pflichten wie dem Aufräumen des Zimmers oder auch Hausaufgaben. Streit mit den Eltern beeinflusst besonders das Glücksempfinden der älteren Kinder (10 – 12 Jahre).

Worüber Kinder sich Sorgen machen
Die überwiegende Mehrheit der befragten Kinder hat keine starken Ängste, ist unbeschwert und fühlt sich im persönlichen Umfeld wohl. Wenn sich Kinder sorgen, dann primär um Aspekte, die das nahe soziale Umfeld betreffen, wie beispielsweise Eltern, Geschwister, die Schule sowie rücksichtslose Erwachsene.

Eigenes Zimmer macht Kinder glücklich
16 Prozent der Kinder bezeichnet sich als nur bedingt glücklich. Zurückzuführen ist das neben Schulproblemen oder Ärger mit den Eltern auch auf die mangelnde materielle Grundversorgung dieser Kinder. So nennen diese Kinder neben dem geringen Familieneinkommen auch das Fehlen eines eigenen Zimmers als Ursache für ihre Unzufriedenheit.

Der Blick auf die statistischen Daten der Studie zeichnet aber ein positives Bild der Wohnsituation von Kindern in Deutschland: 44 Prozent leben in einem Haus oder einer Doppelhaushälfte, 88 Prozent haben ein eigenes Zimmer und 49 Prozent haben einen eigenen Garten. Gute Voraussetzungen also, damit Kinder sich selbst als glücklich bezeichnen.

Die komplette Studie, eine kurze Zusammenfassung sowie eine Pressemitteilung stellt Ferrero kostenlos als PDF-Dokumente zur Verfügung!

Hier geht´s direkt zu den Downloads (externe Quelle, nicht auf den Servern von vorstheim.net):

Download: gesamte Studie (PDF)

Download: Zusammenfassung der Studie (PDF)

Download: Pressemitteilung zur Studie (PDF)

Quellen:
– Ferrero Deutschland, “Die kinderStudie 2013: Was Kinder glücklich macht. Die Welt mit Kinderaugen sehen.”
– Pressemitteilung zur Veröffentlichung der Studie (s.u.)
(“Glücksindex” und “zentrale Aussagen” zitiert aus obigen Quelle)

 

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One Response to “Was macht Kinder glücklich?”

  1. Peter Reitz 24. November 2014 at 21:00 #

    Auch wenn der Artikel schon etwas älter ist möchte ich noch einen “Strich darunter” machen: Kinder brauchen qualitative Zeit mit Menschen, zu denen sie eine Bindung haben.

    Herzliche Grüße,

    Peter Reitz

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